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| Material: Rad Welches Aerolaufradsatz ist der Schnellste? |
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| | #1 |
| Nordic Walker-Hinterherhechler Registriert seit: 21.08.2005 Ort: Sauerland
Beiträge: 10
| Frage zur horizontale Positionierung des Sattels Ich tue mich schon seit einiger Zeit mit einer verbreiteten Anleitung zur Sattelpositionierung schwer: Wenn man seinen Sattel positionieren möchte, nutzt man für die vertikale Positionierung die Beinlänge. (gerade auf dem Sattel sitzen, das gestreckte Bein sollte mit der Ferse das Pedal an seinem tiefesten Punkt erreichen) d'accord Für die horizontale Ausrichtung finde ich meist diese Anleitung: "Normale" Sitzposition einnehmen, Schuhe sind eingeklickt, die Kubel horizontal stellen. Jetzt sollte bei korrekter Sattelsposition ein von der Kniescheibe gefälltes Lot durch die Pedalachse fallen. Bild bei Bike-magazin.de: Als Grund für dieses Vorgehen wird ein für die Kniescheibe besserer Winkel unter Last genannt. Mir kommt diese Erklärung und die Anleitung etwas "suspekt" vor. Durch Vor- oder Zurückschieben des Sattels "rotiert" der Fahrer (die Hüfte) doch um das Tretlager (bei angepasster Sattelhöhe) Das heißt der optimale Belastungswinkel rotiert mit Die einzigen mir plausibelen Kriterien für die horizontale Sattelposition leiten sich 1. vom Muskeleinsatz ab: Wenn ich meine Tretkraft durch ein zusätzliches Widerlager mittels verbessertem Zug am Lenker erhöhen möchte, wie z.B. an sehr steilen Rampen, verkleinere ich den Sitzwinkel und schiebe den Sattel nach hinten. Und wenn ich die Kraft gut auf Quadriceps und Gesäß verteilen will, schiebe ich den Sattel nach vorn = steiler Sitzwinkel. Mit den bekannten Vorteilen für die Atmung bei flacher aerodynamischer Oberkörperhaltung. 2. von der Oberrohr/Vorbaulänge ab. Ich muß halt noch "gescheit" zwischen Lenker und Sattel passen. Mit dem Knie und dem Lot durch die Pedalachse hat beides m. E nichts zu tun. Ist die o. g. Empfehlung jetzt für die Tonne? oder hab ich da irgend wo einen Denkfehler? Würde mich über eure Meinung/"Denkhilfe" freuen. . |
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| | #2 |
| Leihfahrradfahrer lass ich links liegen Registriert seit: 09.07.2009 Ort: Zwickau Alter: 40
Beiträge: 182
| Re: Frage zur horizontale Positionierung des Sattels Das Lot von der Kniescheibe durch die Pedalachse ist ne Krücke. Taugt zwar für ne Grundeinstellung aber eben NUR am Rennrad. Für ne TT oder Tria-Position ist es nicht anwendbar. http://www.competitivecyclist.com/za/CC ... ATOR_INTRO Die Seite soll recht gut taugen, die Körpermaße zu ermitteln und die Radeinstellung anzupassen. Der Praxisversuch steht bei mir aber auch noch für den Winter aus. Henning
__________________ Leichter wird es nie, du wirst höchstens schneller! |
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| | #3 |
| Nordic Walker-Hinterherhechler Registriert seit: 21.08.2005 Ort: Sauerland
Beiträge: 10
| Re: Frage zur horizontale Positionierung des Sattels danke für den Link. Ich habe bisher das canyon tool (http://www.canyon.com/tools/pps.html) zur groben Orientierung genutze. Aber auch bei mir steht der Praxistest noch aus. Ich denke, im Januar sollte der Aufbau fertig sein. . |
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| | #4 |
| Einer muss es ja tun Registriert seit: 15.03.2008 Ort: København Alter: 38
Beiträge: 2.695
| Re: Frage zur horizontale Positionierung des Sattels Ihr habt eine Frage und triathlon.de sucht die Antwort. Bei dieser Threadfrage haben wir von Sebastian Weber vom STAPS-Team folgende Antwort bekommen. Horizontale Sattelposition: Kurz vorweg: die Anleitung zur vertikalen Einstellung mit der Ferse aufs Pedal ist ebenso grob wie die mit dem Lot durchs Knie. Beim Pedalieren ändert sich der Winkel im Sprunggelenk massiv gegenüber einer statischen Position, das beeinflusst beide Einstellungen des Sattels teilweise erheblich. Die Aussage mit der Rotation ist grundsätzlich korrekt. Der theoretische Ansatz ist, dass bei horizontaler Kurbelstellung alle vertikal aufgebrachte Kraft gleich der tangentialen Kraft ist, und damit direkt in Antriebskraft umgesetzt wird. Für diese mechanisch günstige Stellung der Kurbel wünscht man sich einen optimalen Beinwinkel, so dass an die Muskellänge einen optimalen Wirkungsgrad erlaubt. Von daher sind Ihr Ansatz und die Theorie dass der Muskeleinsatz wichtig ist zunächst identisch. Bei "Ihrer" Rotation des Körpers um das Tretlager, welche ja durch eine Umstellung von z.B. klassischer Rennrad Position auf Triathlon bzw. Zeitfahrposition statt findet, kommt aber ein weiterer Aspekt mit hinzu: die Schwerkraft. Diese rotiert nicht mit, beeinflusst jedoch durch das enorme Gewicht des Beins Ihre Trettechnik (hier gemeint als Krafteinwirkung über eine Kurbelumdrehung) erheblich. Dies ist auch ein Hauptgrund für das zurückgehen mit dem Sattel bzw. der Position auf dem Sattel bei Fahrt bergauf, nicht jedoch das Widerlager wie vermutet. Was bedeutet dies nun für die praktische Umsetzung Sofern Sie primär im flachen Unterwegs sind können Sie ein Stück um das Tretlager rotieren und damit den scheinbar optimalen Winkel im Kniegelenk nicht gleich setzen mit horizontaler Kurbelstellung sondern etwas später. Beim "klettern" werden Sie jedoch den Kraftverlust etwas spüren. Da einige beteiligten Muskeln über Hüft- und Kniegelenk verlaufen, spielt aber neben der Sitzhöhe auch noch Sitzlänge sowie Sattelüberhöhung und vor allem die Rotation der Hüfte eine Rolle. Da wird es dann etwas komplizierter. Sofern Sie Probleme haben mit Ihrer Position oder diese optimieren möchten, wäre dann letztlich vermutlich doch professionelle Hilfe nötig. Viel Erfolg beim Einstellen der Position und viel Spaß vor allem beim Radfahren!
__________________ Triathlon in Dänemark |
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