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| Laufen "Running with Allen" war für Christian Bustos ein Highlight. Was muss man machen, um für Kurz- und Lang gewappnet zu sein? |
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| | #1 |
| Tri-Oger: What a man!? Registriert seit: 21.09.2009
Beiträge: 1.429
| muss man alleine laufen können? nach dem ff marathon und andre pollmächers aus bei km 35 war ja lange stille. nun meldet er sich selber auf seiner seite dazu: Projekt London | Andre Pollmächer hier ein bericht von jan fitschen auf dessen seite: Jan Fitschen - News und hier räumt der marathon bundestrainer einmal komplett mit dem deutschen laufsport auf: Frankfurt-Marathon: Gladiator gesucht | Frankfurt-Marathon was liest man da immer wieder: gruppe zu klein, pacemaker schlecht, pacemaker sagen ab, alle trainieren alleine, jeder macht seins.... manchmal hab ich das gefühl, dass keiner mehr alleine rennen kann/will?! nicht im training und im rennen und dann auch noch schnell erst recht nicht. und insgesamt, wenn man den bundestrainer sieht, scheint alleine laufen (und dann noch ohne seine kontrolle) ja fast schon schädlich. meiner meinung nach ist marathon auch ein stück kampf mit und gegen sich selbst. und das muss man meiner meinung nach auch im training üben. mir persönlich geht es sogar auf den keks wenn ich hinter jemanden laufen muss oder in einer gruppe. ich konzentrier mich dabei eigentlich am liebsten auf mich selbst und das gefühl. ich will mit keinem reden, ich will auf keinen achten müssen und auch ansonsten will ich platz und besonders meine ruhe haben. wie seht ihr das? |
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| | #2 |
| Jedermännchen Registriert seit: 23.04.2010 Alter: 22
Beiträge: 309
| AW: muss man alleine laufen können? Ich finde das auch äußerst absurd, dass bessere Läufer bezahlt werden, um Tempo für andere zu machen und das dann im Endeffekt für sie rentabler ist. Das macht auch den Marathon an sich irgendwie kaputt, finde ich. Jemand der sich Pacemaker kaufen kann, kann genau sein Tempo laufen von Start bis Ziel, jemand der das nicht kann ist der Depp. Ich laufe eigentlich nur allein, manchmal mit Freundin aufm Rad Ich find das irgendwie besser, wenns mir nen km schlecht geht, dann mach ich langsamer oder wenns läuft dann eben schneller. Natürlich kann das bei solchen Umfängen wie die laufen eine Trainingsgruppe gut sein, aber nur zusammen laufen ist doch auch doof. Ich mag es wenn jemand bei kurzen Triathlons nachm Wechsel zum laufen vor mir ist, das hilft mir mich gleich zu pushen. Aber wenn möglich wir der dann bald überholt
__________________ Schmerzen muss man sich verdienen! |
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| | #3 |
| Mit Stützrädern-Fahrer Registriert seit: 25.01.2010 Ort: Niederbayern Alter: 32
Beiträge: 18
| AW: muss man alleine laufen können? Aus meiner Sicht ist Training in der Gruppe förderlich, aber die Läufe alleine brauch ich zusätzlich aber auch. Einen anderen Punkt sehe aber noch Schwerwiegender. Der DLV wird bei der Bundestrainersuche letztes Jahr schon große Probleme gehabt haben! Einen Geher als Marathonbundestrainer geht aus meiner Sicht gar nicht. Melden wir doch unsere Marathonis bei den Gehern an! Die Vergangenheit des Bundestrainers ist aus meiner Sicht auch bedenklich. Er wurde aus der Sportfördergruppe geworfen, da er mit der Stasi zusammengearbeitet hat. Jetzt repräsentiert so jemand Deutschland in der Welt. Markus |
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| | #4 |
| Mod, die rechte und linke Hand vom Chef Registriert seit: 21.05.2002 Ort: Neubrandenburg Alter: 40
Beiträge: 6.138
| AW: muss man alleine laufen können? der interne konkurrenzkampf in einer trainingsgruppe ist die größte motivation im training für einen athleten. abstrakte, vieelicht noch weit entfernte wettkampfziele können das nie bringen. das ist meine eigene erfahrung als trainer und man sieht es an den afrikanern, die durch die konkurrenz im eigenen lager quasi zu höchstleistungen getrieben, ja gezwungen werden. in einem wettkampf ist das dann natürlich etwas anders. da muss man auch in der lage sen, allein gegen den inneren schweinehund zu kämpfen, aber das ist dann mehr eine kopf- denn eine trainingssache. das getrennt trainieren ist zb im nachwuchsbereich aus meiner sicht das größte handicap für bayern, bawü, nrw. normalerweise dürften kleine verbände wie unserer (MV) nicht den hauch einer chance haben gegen diese großen verbände. die haben mehr vereine als wir mitglieder! aber da frickelt eben jeder verein alleine rum, hat jemand mal ein talent, wird das natürlich nicht an andere vereine abgegeben. aber so langsam kommt man da auch auf den trichter, mit den neuen bndesnachwuchsstützpunkten, die dort gegründet werden sollen. bin nur gespannt, ob es auch gelingt, die besten des landes dann dort zu versammeln...... |
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| | #5 |
| Tri-Oger: What a man!? Registriert seit: 29.03.2008 Ort: München
Beiträge: 1.174
| AW: muss man alleine laufen können? Zuerst hätte ich auch intuitiv gesagt: alleine Laufen ist besser, weil man dann seinen Stiefel läuft. Dann habe ich aber an das Training in Ostafrika gedacht. Muss vielleicht doch was am Gruppentraining dran sein. Prinzipiell denke ich schon, dass im Hochleistungsbereich Trainingsgruppen sinnvoll sind, da die Leute ans Limit gepusht und von den besten Läufern angespornt werden. Gefahr dabei ist natürlich zu überzocken und zu hart zu trainieren. Aber in Ostafrika ist das natürlich die Auslese des Stärksten. Wer das Training nicht "überlebt", sprich die Trainingsumfänge und -intensitäten nicht verträgt, schafft es halt nicht in die Landes- und damit Weltspitze. Sofern Gruppentraining nicht jedes Mal in einen maximal-TDL ausartet sehe ich darin nur Vorteile. Gerade wenn man als Profi-Sportler trainieren muss. Für die meisten von uns (auch für mich) ist diese dauernde Intensität doch unvorstellbar. Da fällt's in der Gruppe schon leichter und man kann besser trainieren. Das mag vielleicht ein kleiner Grund sein, die Hauptproblematiken sehe ich jedoch an anderen Stellen. Gerade der Satz ohne die Kontrolle des Bundestrainers findet meine vollkommene Zustimmung. |
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| | #6 |
| Tri-Oger: What a man!? Registriert seit: 21.09.2009
Beiträge: 1.429
| AW: muss man alleine laufen können? dann hier mal ein zitat der o.g. seite von andre pollmächer: "meine Stärken liegen nicht in der eigenen Tempoarbeit. Meine Stärken wurden über Jahre analysiert und erkannt: Ich kann ein sehr hohes Tempo mitgehen und relativ entspannt mit schwimmen. Und deshalb ist es für mich auch notwendig, eine größere Gruppe zu haben, die mich schonend bis 35KM führt." also wenn jemand ein weltklasseathlet sein will und vollprofi ist, finde ich so eine aussage bedenklich. damit ist er ja total abhängig?! zumal es ja zusätzlich nur dann funktioniert, wenn die dann auch noch seinen "schritt" laufen. wenn man jetzt zusätzlich beobachtet, dass er fast alle einheiten und insbesondere die harten zu ganz großen teilen nicht alleine gemacht hat, könnte man jetzt auf die idee kommen, dass er sich seiner schwäche an dieser stelle bewusst ist, aber nichts gegen diese unternimmt?! das man selbstverständlich aus trainingsgruppen etc große motivation ziehen kann und dass eine gesunde steuerung des ganzen sinnvoll ist, steht meiner meinung nach nicht in frage. was aber auch nicht ausschließt, dass man eine gewisse willensschulung und den kampf mit und gegen sich selber vielleicht auch ein bischen trainieren muss. |
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| | #7 |
| Mod, die rechte und linke Hand vom Chef Registriert seit: 21.05.2002 Ort: Neubrandenburg Alter: 40
Beiträge: 6.138
| AW: muss man alleine laufen können? konkurrenzkampf ist doch willensschulung, man will immer besser sein, besser aussehen als seine konkurrenz. das er in diesem konkreten fall nicht allein vorneweg laufen kann, ist eher ein kopfproblem, eine sache des selbstvertrauens. da muss man ihm einfach mal sagen "arsch zusammenkneifen und machen!". denke mal das er bei volksläufen oder so ohne probleme vornewegrennen kann. er verkramft sicherlich nur, wenn er gegen gleichstarke oder stärkere antreten muss. und da gibt es nur eins....sich bewusst solchen situationen aussetzen und es immer wieder probieren. |
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| | #8 |
| Triathlonphilosoph Registriert seit: 11.07.2006 Ort: München-Süd Alter: 37
Beiträge: 1.077
| AW: muss man alleine laufen können? Die Arroganz einiger der hier schreibenden ist schon erstaunlich. Um an die absolute Weltspitze anzukommen, muss im Aufbau und im Training jedes Mosaiksteinchen passen und wahrscheinlich dauerhaft maximal mal Limit trainiert werden. Das das für uns GA1-Schlappis nicht plausibel erscheint merkt man an solchen Bemerkungen immer wieder. Dass es dazu ein Gruppe mit lauter topstarken Leuten erfordert erscheint mir mehr als logisch. Idealerweise wären sogar noch ein paar Jungs dabei, die wirklich eine Klasse besser sind, allein um den Jungs ein Ziel zu geben dort mal ranzukommen. Im Wettkampf muss dann wirklich jeder Kilometer auf ein oder zwei Sekunden im Plan liegen um die Taktik umzusetzen. Dazu hilft natürlich ein Gruppe, denn damit ist gewährleistet, dass sich jeder gegenseitig so pusht, dass das Tempo einfach nicht runter geht. Von daher sind die Aussagen sachlich sicherlich absolut plausibel. Dass die Jungs trotzdem am Ende die schlechten Umstände lamentieren, spricht aber dennoch wirklich nicht für sie. Am Ende sind sie zu 100 Prozent selbst verantwortlich für ihre Leistung und von einem Leistungssportler muss ich im Ausdauersport mit so wenigen Highlights im Jahr bei normaler, sprich problemloser, Vorbereitung eigentlich in jedem Wettkampf eine persönliche Bestzeit erwarten. |
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| | #9 |
| All-Distance-Finisher Registriert seit: 24.01.2008
Beiträge: 1.732
| AW: muss man alleine laufen können? kann keine Arroganz erkennen. Und die Frage ist ja berechtigt. Was Pollmächer da schreibt ist auch alles akzeptabel und verstehbar. Allerdings denke ich nicht das er die Norm so schaffen wird. Das ist alles zu knapp und auf der Kante. Um auf die Eingangsfrage einzugehen: Meiner Meinung: JA. Mann muss alleine laufen können. Wahrscheinlich eine 2:13 um dann mit Pacemakern die 2:12 zu knacken. Aber ausserdem gibt es ne Menge Leute die behaupten das die Deutschen zu wenig und zu soft trainieren. Da hilft nur eine grosse Gruppe in der sich ein Druck entwickelt immer weiter, immer weiter zu wollen und in der immer einer einen guten Tag hat und das Training zur Challenge für die Anderen macht. Ich glaube dazu haben wir einfach zu wenig "Material". Also Leute die ernsthaft Marathon laufen. |
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| | #10 | |
| Rettungsschwimmer können doch gar nicht richtig... Registriert seit: 05.04.2005 Ort: Home of Nana Alter: 46
Beiträge: 812
| AW: muss man alleine laufen können? Zitat:
Wenn ich weiss wo meine Schwächen sind, dann arbeite ich daran. Natürlich ist es leichter, wenn jemand vor mir ist. Aber wie Du schon schreibst: er ist Profi. Da hat man die Zeit und die Möglichkeiten zu nutzen und seine Schwächen zu bearbeiten. Ausserdem wurde in der Vergangenheit öfters an Edwins Leistungsfähigkeit gezweifelt, also hätte er sich von vornerein nicht darauf verlassen können. Allgemein wurde öfters die (Un)-Zuverlässigkeit von kenianischen Hasen bemängelt, also auch sich auf die von Veranstalterseite gestellten Pacemaker zu verlassen, finde ich etwas naiv. In seinem Blog kommt aber auch gut raus, dass er sich vor dem Start und während des Starts mental etwas zermürbt hat. Das hätte er sich sparen können, wenn er sich gleich nur auf sein Rennen konzentriert hätte.
__________________ Tupa peqqissutsimut akornutaalluinnatpoq | |
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