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Challenge Roth 2010: Rasmus Henning – Meine Beine waren gut

23. Juli 2010 von Christian Friedrich

Das die Dänen immer für einen Sieg gut sind, wissen wir nicht erst sein sie 1992 gegen Deutschland Europameister im Fußball wurden. Seit dem 18. Juli steht auch ein Däne in der Siegerliste in Roth ganz oben – Rasmus Henning. Seit der Däne auf die Langdisztanz wechselte, wird er immer als Favorit genannt, wenn er am Start steht. Wir haben ihn nach seinem großem Sieg beim Challenge Roth befragt.


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Hier der Podcast, allerdings mit deutschen Fragen und dänischen Antworten ;-)
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Und hier das Interview in schriftlicher Form

Wie geht es Deinem Körper so nach vier Tagen Ruhe?

Ich hab überraschenderweise kaum Probleme mit meinem Körper nach Roth. Es war nicht so schlimm für mich, wie bei früheren Langdistanzen. Ich konnte vorwärts die Treppe runtergehen schon nach dem Wettkampf und ich hab mich am Tag danach auch nicht so müde wie sonst gefühlt. Und jetzt nach vier Tagen danach, kann ich schon wieder laufen gehen, radfahren oder schwimmen, aber ich mach natürlich erst einmal locker. So werde ich diese und auch nächste Woche nur wenig „trainieren“. Und so etwa um den ersten August fang ich wieder mit dem richtigen Training an.

Dann war das Rennen ja gar nicht so hart?

Doch, klar war es hart. Ich gab alles was ich konnte und ich hätte nicht mehr so viel schneller machen können. Aber ich glaube das es ein Zeichen ist, das man in guter Form ist und man hat gewonnen und das gibt dann natürlich Extraenergie. Deswegen ist man als Sieger wohl nicht so müde, wenn man das Ziel erreicht hat. Der erste hat es besonders „leicht“ und kann sich besonders freuen, und tanzen so wie ich am Sonntag. Während die, die auf Platz 2,3 oder 4 ins Ziel kommen manchmal nur ins Ziel kommen und dann am Boden liegen. Als Sieger bekommt man immer dieses Extra an Adrenalin bzw. Energie, weil man gewonnen hat.

Wann wusstest Du in Roth, das Du heute gewinnen kannst?

Als ich den Lauf begann und ich merkte, dass ich wirklich gute Beine hatte an diesem Tag, da war ich eigentlich ziemlich sicher das ich noch gewinnen kann. Sebastian lief viel zu schnell am Anfang. Ich wusste ich laufe etwa 3:45 auf den folgenden 30-32 Kilometern und ich wusste, dass wenn ich diese Pace halte, dann kann er unmöglich schneller laufen als ich. Und er lief ja mit 3:30/3:40 los und ich war mir ganz sicher, das er irgendwann langsamer werden musste. Ich sagte mir also „bleib ruhig und mach Dein Rennnen“, dann wirst Du ihn am Ende noch kriegen. Und nach 20-22 Kilometer begann ich Zeit gut zu machen und meine Beine waren wirklich gut und ich dachte mir vier Minuten Vorsprung sind nicht genug für ihn zum Sieg. Und ich hatte auch keine Angst das Eneko Llanos mich einholen könnte, weil wenn ich einen guten Tag habe, laufe ich mindestens so gut wie er. Und für mich präsentierte er das allerhöchste Niveau, auch weil er schon viel große Rennen dieses Jahr gewonnen hatte (Abu Dhabi Triathlon, Ironman Lanzarote, ITU Langdistanz EM).


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