Spontane Muskelspiele sind sehr schmerzhaft, häufig ist der Muskel während der Belastung ohne eine Vorankündigung bretthart, aber auch in der Nacht kann euch ein Krampf unsanft aus den Träumen wecken.

Tut höllisch weh – aber warum?
Die Verkürzung eines Muskels wird durch das Ineinandergleiten der beiden Proteinfilamente Aktin und Myosin möglich. Gut Vergleichbar ist dies mit einem Tauziehwettbewerb, bei dem durch Fassen, Loslassen und Nachfassen am Tau der Gegenüber herangezogen werden kann. So zieht sich das Bündel der Aktinfilamente in die Myosinfilamente hinein. Die Energie für diesen Vorgang liefert ATP.
Die Muskulatur wird durch Nervenbahnen mit Informationen versorgt. Tritt ein Muskelkrampf auf, ist der gewöhnliche Ablauf einer Muskelkontraktion gestört. Die Muskulatur empfängt zu viele oder willkürliche Nervenimpulse, zieht sich chaotisch, zum Teil sehr heftig, zusammen und verursacht dabei mitunter starke Schmerzen. Triathleten die bereits in den zweifelhaften Genuss eines Krampfes gekommen sind, wissen das sich dieser auch mit der stärksten Willenskraft nicht lösen lässt.
Woher kommt der Krampf?
Obwohl Krämpfe in die Kategorie der „Volksleiden“ eingeordnet werden können, ist erstaunlich wenig über deren Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten bekannt. Warum ein Krampf auftritt kann daher nicht eindeutig geklärt werden. Faktoren die das Auftreten von Krämpfen begünstigen sind hohe körperliche Anstrengungen, die zu einem Elektrolyt- und Wassermangel (Verlust durch Schwitzen) führen. Zudem ruft die Belastung auf Dauer eine veränderte neuromuskuläre Kontrolle (durch Ermüdung oder ungewohnte Bewegungsabläufe) hervor und kann die Anfälligkeit für Krämpfe erhöhen. Auch Kälte, Schlafentzug, Alkohol, Nikotin, eine Schwangerschaft, Schilddrüsen- als auch Nierenfehlfunktionen sowie Schädigungen an den Nervenenden können Auslöser sein. Wenn Krämpfe sehr häufig auftreten, sollte zwingend das Vorliegen einer Erkrankung ausgeschlossen werden.


