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Aus Alltag Sport machen

Andrej Heilig:
Aus Alltag Sport machen

19. Januar 2010 von Andrej Heilig

RunningFalls ihr meine Artikelreihe hier auf triathlon.de oder meiner Homepage schon seit einiger Zeit im Blick habt, dann werdet ihr euch sicher schon das eine oder andere Mal gefragt haben (ich wäre jedenfalls enttäuscht wenn es nicht so wäre ;-))

„Wie macht der das bloß? Der Kerl ist 32, seit sechs Jahren fertig studiert, arbeitet 40 Stunden die Woche (sind oft auch mehr), ist verheiratet, und neuerdings ist er auch noch Papa. Und trotzdem stimmt die Leistung. Also entweder dopt er, lügt uns an, oder ist als Kind in den Zaubertrank gefallen?

Die Lösung ist zwar alles andere als banal, aber im Grunde doch ganz einfach. Man muss nur ein paar Tricks beherrschen, die ich hier gern weitergeben möchte. Das Zauberwort heißt „Zeitmanagement“ und bedeutet für berufstätige im Wesentlichen eines:

AUS ALLTAG SPORT MACHEN

Die Geheimwaffe schlechthin in diesem Kontext: Den Arbeitsweg als Trainingseinheit nutzen. Dabei ist es sogar von Vorteil möglichst weit weg vom Arbeitsplatz zu wohnen. Wer fährt morgens schon 1,5 Stunden draußen Rad, wenn es zu Fuß nur zehn Minuten in die Arbeit sind? Da ihr hier in der Regel ohnehin auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen seid ist es wichtig, seine Optionen stets im Blick zu haben. Wo kann ich wann zusteigen? Ich habe mir zu diesem Zweck extra einen „Handzettel“ mit allen möglichen Zugverbindungen von allen möglichen Abfahrtsorten angefertigt und diesen dann einlaminiert (siehe Bild).

Der Klassiker sieht zum Beispiel so aus:

  • Montag mit dem Auto oder dem Zug zur Arbeit und zurück, weil man vom Wochenendtraining oder -wettkampf noch völlig platt ist. Ihr nutzt die Gelegenheit frische Wäsche in der Arbeit zu deponieren und schmutzige mitzunehmen. Außerdem deponiert ihr eure Laufsachen.
  • Dienstagmorgen mit dem Rad in die Arbeit, und abends zu Fuß nach Hause.
  • Mittwoch in der Früh geht ihr Schwimmen, fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in die Arbeit und radelt abends wieder heim, denn euer Rad steht ja noch in der Arbeit.
  • Donnerstagmorgen geht ihr in Richtung Arbeit Laufen und abends macht ihr gar nichts. Ist euch dabei was aufgefallen? Na klar, eine Garnitur Kleidung ist ja noch in der Arbeit! Das heißt am Freitag geht ihr morgens wieder Laufen und so weiter…

Den Möglichkeiten und zum Teil aberwitzigen Kombinationen sind meiner Erfahrung nach keine Grenzen gesetzt :-)


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Seit 1999 ist Andrej Nichtraucher und gleichzeitig einer neuen Sucht verfallen: Triathlon. Seit den Anfängen hat sich viel getan im Leben des erfolgreichen AK30 Triathleten. Aber das erzählt er Euch lieber selber. Hier die Webseite von Andrej Heilig.
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